Grundlagendokument Stand 02.09.2026

Agenten bauen,
richtig herum

Die verbreiteten Schaubilder zeigen acht Kästen in einer Reihe und das Prüfen ganz am Ende. So entsteht eine Demo, kein Agent, der im Alltag hält. Hier steht, wie ich es mache: die Reihenfolge, die trägt, die Kästen, die in fast allen Schaubildern fehlen, und sechs eigene Fälle mit den Zahlen, die dabei herausgekommen sind.

In drei Sätzen

Ein Agent ist ein Modell, das in einer Schleife Werkzeuge benutzt, bis ein Ziel erreicht oder ein Limit gerissen ist.

Die meisten Aufgaben brauchen das gar nicht: wenn die Schritte vorher feststehen, ist ein fester Ablauf billiger, schneller und verlässlicher. Von rund fünfzehn Modell-Einsätzen, die bei mir laufen, braucht genau einer eine Schleife.

Und wer nicht vorher festlegt, woran er Erfolg misst, kann hinterher nicht sagen, ob eine Änderung eine Verbesserung war.

00

Die Vorfrage

Der teuerste Fehler passiert vor der ersten Zeile Code: bauen, ohne geprüft zu haben, ob es überhaupt einen Agenten braucht. Drei Bauformen kommen in Frage, und die teuerste ist selten die richtige.

Prompt

Ein reicht

Aufgabe klar, Weg klar, nichts muss nachgeschlagen oder ausgeführt werden. Ein Aufruf, fertig.

Workflow

Der Ablauf steht fest

Die Schritte sind vorher bekannt, nur der Inhalt wechselt. Ein ist billiger, schneller und prüfbar. Das ist bei mir der Normalfall.

Agent

Der Weg ist unbekannt

Erst während der Arbeit zeigt sich, was zu tun ist. Hier lohnt sich ein Agent, und erst hier.

Vier Bedingungen, die alle zugleich erfüllt sein müssen:

  1. 01Der Weg zum Ergebnis ist vorher nicht bekannt.
  2. 02Das Ergebnis ist überprüfbar. Sonst merkt niemand, wenn es falsch ist.
  3. 03Fehler sind umkehrbar oder werden abgefangen.
  4. 04Der Nutzen pro Lauf übersteigt die Kosten pro Lauf. Die Zeit, das Ergebnis zu prüfen, zählt zu den Kosten.

Fehlt eine davon, bau einen Workflow.

Und für deinen eigenen Fall: sechs Fragen, ehrlich beantwortet.

Frage 1 von höchstens 6 Entscheidungshelfer
Die sechs Fragen auf einen Blick
  1. 1Muss überhaupt etwas nachgeschlagen, geöffnet oder ausgeführt werden? Nein: ein Prompt.
  2. 2Stehen die Schritte vorher fest, und nur der Inhalt wechselt? Ja: ein Workflow.
  3. 3Kann jemand am Ergebnis zuverlässig erkennen, ob es richtig ist? Nein: noch nicht, die Aufgabe ist zu unscharf.
  4. 4Sind Fehler umkehrbar, oder lassen sie sich vor der Ausführung abfangen? Nein: nur mit einem Menschen davor. Der Agent bereitet vor, statt auszuführen, und die Prüfung geht mit dieser Auflage weiter.
  5. 5Ist der Nutzen eines Durchlaufs größer als seine Kosten, Prüfzeit eingerechnet? Nein: rechnet sich nicht.
  6. 6Gibt es zehn echte Fälle aus dem Alltag mit bekanntem richtigem Ergebnis? Nein: Agent ja, aber erst die Messlatte bauen. Ja: anfangen.
01

Was ein Agent tatsächlich ist

Kein Produkt, keine Architektur. Eine Schleife.

fertig oder Abbruch ZIEL ERREICHT ODER LIMIT Kontext Modell entscheidet Werkzeug läuft Ergebnis DAS ERGEBNIS WIRD TEIL DES KONTEXTS und die Schleife läuft erneut Schritt 1 von 5
Die Laufzeit-Schleife. Sie steht in kaum einem Schaubild, obwohl sie das Einzige ist, was einen Agenten von einem Workflow unterscheidet.

  1. 1Das Modell liest den Kontext und entscheidet, welches Werkzeug es braucht.
  2. 2Das gewählte Werkzeug läuft.
  3. 3Das Werkzeug liefert ein Ergebnis.
  4. 4Das Ergebnis wird Teil des Kontexts, die Schleife beginnt erneut.
  5. 5Diesmal reicht das Limit nicht mehr: die Schleife bricht kontrolliert ab.

Mehr ist es nicht: ein Modell, das in einer Schleife benutzt, bis das Ziel erreicht oder ein Limit gerissen ist. Alles Weitere sind drei Fragen. Was steht im ? Welche Werkzeuge gibt es? Wann ist Schluss?

Wer diese Schleife einmal gesehen hat, erkennt auch, was kein Agent ist: ein Programm, das erst eine Suche startet, dann das Modell fragt, dann speichert. Das ist ein Workflow mit einem Modellschritt, egal wie die Datei heißt. Einer meiner eigenen Werkzeuge heißt agent.php und ist genau das, Fall 4 unten.

02

Die vier Bauteile

An dieser Schleife hängen genau vier Dinge. Alles andere ist Zubehör.

Bauteil 01

Auftrag

  • Das Ziel in einem Satz
  • Was der Agent nicht tun darf
  • Woran er erkennt, dass er fertig ist
  • Wann er aufgeben und melden soll
  • Nicht: Persona, Höflichkeitsregeln, drei Seiten Beispiele
Bauteil 02

Kontext

  • Was hineingeht, entscheidet über die Qualität. Nicht die Modellwahl
  • Aufräumen ist Teil der Arbeit: erledigte Zwischenschritte raus, Ergebnisse rein
  • Lange Recherche in einen auslagern, nur das Ergebnis zurückholen
  • Dateien plus Suche schlagen meist die : nachvollziehbar, prüfbar, ohne Extra-Infrastruktur. Beleg: der Recall über meine eigenen Sitzungen
  • Vektor-Suche lohnt bei großen, unsortierten Beständen. Sonst nicht
Bauteil 03

Werkzeuge

  • Wenige, klar benannt. Zwanzig Werkzeuge sind zwanzig Fehlerquellen
  • Die Beschreibung ist Teil des Prompts: schreib sie für einen neuen Kollegen, nicht als API-Doku
  • Fehler als lesbaren Satz zurückgeben, nicht als . Der Agent soll sich korrigieren können
  • Für jedes Werkzeug eine Antwort auf: was passiert im schlimmsten Fall
Bauteil 04

Messlatte

  • Zehn bis dreißig echte Fälle mit dem jeweils richtigen Ergebnis
  • Aus dem Alltag gesammelt, nicht am Schreibtisch erfunden
  • Sie entsteht vor dem Bauen, nicht danach
  • Ohne Messung ist jede Änderung Glaubenssache. Beleg: ein Test, der zuerst rot war
03

Die Reihenfolge

Der eigentliche Unterschied zu den üblichen Schaubildern liegt nicht in den Kästen, sondern darin, dass es keine Reihe ist.

VERBREITET Planen Bauen Prüfen einmal, ganz am Ende TRAGFÄHIG Fälle sammeln und Messlatte Dünnste Version Messen EINE ÄNDERUNG, DANN WIEDER MESSEN
Oben eine Kette, die einmal durchläuft. Unten dieselbe Arbeit als Schleife, mit der Messlatte am Anfang statt am Ende. Nur die untere Variante erlaubt die Aussage, dass eine Änderung eine Verbesserung war.
  1. 01Zehn echte Fälle sammeln. Aus dem laufenden Betrieb, nicht ausgedacht.
  2. 02Für jeden festhalten, was richtig gewesen wäre. Das ist die Messlatte.
  3. 03Die dünnste Version bauen, die durchläuft. Ein Werkzeug, ein Prompt, kein Gerüst.
  4. 04Gegen die Fälle messen. Schwarz auf weiß, nicht nach Gefühl. Und einmal gegen den alten Stand, damit die Messung überhaupt rot sein kann.
  5. 05Eine Sache ändern. Genau eine, sonst weiß niemand, welche gewirkt hat.
  6. 06Wieder messen.
  7. 07Zurück zu Schritt 5. Bis die Messlatte reicht.

Schritt 1 und 2 dauern länger, als alle erwarten, und werden deshalb übersprungen. Sie sind der ganze Unterschied zwischen einem Agenten und einer Demo.

Wann reicht die Messlatte Nicht bei hundert Prozent. Sie reicht, wenn die Zeit, die ein Mensch zum Prüfen und Nachbessern des Ergebnisses braucht, spürbar unter der Zeit liegt, die er vorher für die ganze Arbeit gebraucht hat. Das ist Bedingung 4 aus der Vorfrage, nur gemessen statt geschätzt. Eine Schwelle, die Vollständigkeit behauptet, ist die gefährlichere Lüge: sie verführt dazu, das Prüfen einzustellen.
04

Fälle

Zwei aus Kundengesprächen, konstruiert, weil Kundendaten den Kunden gehören. Dann sechs aus meinem eigenen Betrieb, mit Namen, Zahlen und dem, was schiefging.

Zuerst die beiden, die zunächst gleich klingen. Die Vorfrage trennt sie sauber. Genau das ist ihr Zweck.

Angebot aus einer Ausschreibung

Befund: Agent
Situation Ein Paket Ausschreibungsunterlagen kommt herein. Jemand muss es durchsehen, die relevanten Positionen herausziehen, sie mit der eigenen Preisliste abgleichen und einen Angebotsentwurf vorbereiten. Bisher zwei bis vier Stunden Handarbeit pro Ausschreibung.
Vorfrage
  • JAWeg unbekannt? Ja. Jede Ausschreibung ist anders aufgebaut, die Positionen stehen mal in einer Tabelle, mal im Fließtext.
  • JAErgebnis prüfbar? Ja. Der Kalkulator sieht innerhalb von Minuten, ob eine Position fehlt oder falsch zugeordnet ist.
  • JAFehler umkehrbar? Ja. Es entsteht ein Entwurf, es geht nichts raus.
  • JANutzen trägt? Ja. Stunden Handarbeit gegen ein bis zwei Euro pro Lauf, nachgerechnet in Abschnitt 07.
Messlatte Zwölf abgeschlossene Ausschreibungen aus dem letzten Jahr, bei denen bekannt ist, welche Positionen am Ende im Angebot stehen mussten. Diese zwölf gibt es schon, sie liegen im Archiv. Genau deshalb ist dieser Fall ein guter erster Fall.
Grenze Das Angebot geht nie automatisch hinaus. Versenden ist nicht umkehrbar, also steht ein Mensch davor. Der Agent liefert den Entwurf, nicht die Unterschrift.

Eingangsrechnungen zuordnen

Befund: Workflow
Situation Rechnungen kommen per Mail. Sie müssen gelesen, dem richtigen Projekt und Konto zugeordnet und abgelegt werden. Klingt nach genau der Fleißarbeit, für die man einen Agenten haben will.
Vorfrage
  • NEINWeg unbekannt? Nein. Lesen, Felder erkennen, zuordnen, ablegen: immer dieselbe Reihenfolge, nur der Inhalt wechselt. Die erste Bedingung ist gerissen, die Prüfung endet hier.
Stattdessen Erkennung als ein Schritt, Zuordnung als Regelwerk, Ablage als Automatik. Ein Sprachmodell darf darin vorkommen, aber als einzelner Arbeitsschritt, nicht als Agent in einer Schleife.
Warum Ein Agent würde hier dasselbe tun, nur langsamer, teurer und weniger vorhersagbar. Der Unterschied ist nicht Können, sondern Bauform. Und was nicht zugeordnet werden kann, geht an einen Menschen, nicht an einen Agenten, der rät.

Sechs Fälle aus dem eigenen Betrieb

Ich habe am 2. September 2026 nachgezählt, wo in meinen Projekten ein Sprachmodell im Betriebspfad steht. Es sind rund fünfzehn Einsätze. Dreizehn davon sind Workflows mit einem Modellschritt, einer ist ein Prompt, und genau einer ist eine echte Schleife: ein Telegram-Bot, der in meinem Notizvault liest und schreibt, mit zehn Schritten Deckel und ohne Freigabe. Das ist keine Schwäche der Sammlung, sondern das Ergebnis der Vorfrage. Sechs der Fälle stehen hier mit eigener Seite, jede nach demselben Raster: Aufgabe, Vorfrage, Bauform, Messlatte, Grenzen, was schiefging.

Die Schleuse

Infrastruktur

Ein Gateway, durch das alle meine Projekte ihre Modellaufrufe schicken. Es liefert die Schicht, die jeder Fall hier braucht: Budget vor dem Lauf, Region als harte Grenze, Anonymisierung je Anbieter, eine Spur mit achtzehn Spalten je Anbieter-Versuch.

Ein Schutz, der bei Ausfall den Originaltext durchreicht, sieht im Betrieb aus wie ein Schutz, der funktioniert.

Der Anonymisierer

Workflow

Namen, Nummern und Anschriften aus deutschem Text entfernen, bevor er das Haus verlässt. Kein Sprachmodell, sondern Regeln und ein Sprachpaket. Der einzige Fall mit einer Messlatte, die vor dem Umbau rot war.

66 von 100 Namen vorher, 100 von 100 nachher, Schwelle bewusst bei 90. Und: die Anrede macht die Erkennung schlechter.

Die Musikbibliothek

Workflow

Fünftausend Titel bekommen einen Stimmungsvektor und ein Erscheinungsjahr. Nachts, im Stapel, über die Schleuse. Hier hat der Kostendeckel einmal scharf zugeschlagen, und hier hat ein Modell zehnmal beweisbar falsch geantwortet, jedes Mal mit „hoch“.

Ein Modell ohne Information rät plausibel, und Plausibles ist schwerer zu entdecken als Fehlendes.

Der Müllrechner

Workflow

Restmüllgebühren je Stadt recherchieren, mit Beleg. Die Datei heißt agent.php. Es ist keiner: zwei feste Modellaufrufe, dann ein Entwurf mit Fundstelle, den ein Mensch freigibt oder verwirft.

Der Unterschied zwischen Agent und Workflow ist nicht Können, sondern Bauform. Und der Name der Datei sagt nichts.

Der Kurator

Kleiner Agent

Ein Bot recherchiert Ausrüstung, die Nutzer im Freitext genannt haben, mit höchstens drei Websuchen je Kandidat und fünf Kandidaten je Lauf. Ergebnis in einen Posteingang, Annehmen oder Ablehnen durch mich.

Bedingung 3 gerissen: „Annehmen“ ohne Speichern war unumkehrbar, und ein Text am Backend vorbei ging beim nächsten Knopfdruck unredigiert live.

Das Diktat

Workflow

Sprachnotizen im CRM werden auf eigener Infrastruktur transkribiert und zusammengefasst. Das Audio verlässt das Haus nicht. Im Code steht trotzdem ein Rückfallpfad zu einem amerikanischen Anbieter.

Ein self-hosted-Versprechen mit stillem Rückfall ist kein self-hosted-Versprechen. Geprüft am 02.09.2026: der Rückfall ist nicht aktiv. Er existiert.

Was in allen sechs Seiten fehlt: Kundennamen. Was in fast allen fehlt, und das ist der ehrliche Befund: eine Messlatte mit echten Fällen. Nur der Anonymisierer und die Schleuse haben eine. Der Rest wird nach Gefühl beurteilt, und ich schreibe das hin, weil eine Seite über Messlatten sonst wenig wert wäre.

05

Bevor es produktiv geht

Sieben Punkte, die in den üblichen Schaubildern gar nicht vorkommen. Sie entscheiden darüber, ob der Agent auch im zweiten Monat noch läuft. Zum Abhaken gedacht. Unter jedem Punkt steht, wo er bei mir steckt.

0 von 7 geklärt

Alles, was von außen in den Kontext kommt, ist Text von Fremden: Webseiten, E-Mails, Dokumente, Antworten von Werkzeugen. Das sind Daten, niemals Anweisungen. Eine ist kein Sicherheitsthema für später, sondern jetzt eines. Bei mir: gecrawlter Fremdtext bekommt im LinkedIn-Werkzeug einen Zaun im Prompt, und der Ausschreibungs-Agent in Abschnitt 07 nimmt nur Post von einer Absenderliste an.

Was darf der Agent ohne Rückfrage? Lesen fast immer. Schreiben selten. Löschen, bezahlen, versenden: nie ohne Freigabe eines Menschen. Bei mir: von sechs Fällen produzieren vier einen Entwurf und keinen Vollzug. Der eine echte Agent, der schreibt, schreibt in meinen eigenen Vault und in nichts anderes.

Für jede Aktion eine Antwort: lässt sie sich zurücknehmen? Was nicht umkehrbar ist, bekommt einen Menschen davor. Das ist kein Misstrauen, das ist Statik. Bei mir: im Kurator war „Annehmen“ einmal nicht umkehrbar, ohne dass es jemand gemerkt hätte.

Maximale Schritte und maximale pro Lauf, hart gesetzt, und ein Tagesbudget je Projekt und je Kunde. Ohne Deckel dreht ein Agent im Zweifel stundenlang im Kreis und schickt die Rechnung. Bei mir: die Schleuse prüft das Budget vor dem Lauf, und einmal hat der Deckel die Bedienung ausgehungert, weil ein nächtlicher Stapel das Tagesbudget bis auf siebentausend Token aufgebraucht hatte.

Jeder Lauf muss hinterher lesbar sein: welcher Kontext, welche Entscheidung, welches Werkzeug, welches Ergebnis, welche Kosten. Ohne diese Spur ist jede Fehlermeldung wertlos, weil sie nicht reproduzierbar ist. Bei mir: achtzehn Spalten je Anbieter-Versuch, aber ohne den Wortlaut der Prompts, der gehört nicht ins Protokoll.

Sauber aufgeben und melden schlägt weiterraten. Immer. Ein Agent, der bei Unklarheit stehen bleibt, ist mehr wert als einer, der etwas Plausibles erfindet. Das gilt auch für Schutzfunktionen: fällt der Anonymisierer aus, bricht der Aufruf ab, statt den Klartext durchzureichen.

Welche personenbezogenen Daten gehen ins Modell, und dürfen sie das? Ausschreibungen nennen Ansprechpartner, Rechnungen nennen Namen, Transkripte nennen alle. Das Modell muss das meiste davon nicht sehen. Bei mir: jede Aufgabe trägt eine Region, in der ihre Daten verarbeitet werden dürfen, und vor Anbietern außerhalb wird anonymisiert, mit dem Nachsatz, dass der Anonymisierer reduziert und nichts zusichert.

06

Für Dritte bauen

Dieser Abschnitt richtet sich an die, die so etwas für andere bauen. Ein Agent, den nur du selbst startest, ist ein Werkzeug. Einer, den ein Kunde benutzt, ist ein Produkt. Dazwischen liegen zwei Dinge, die beim eigenen Gebrauch nie auffallen: wie die Aufgabe hineinkommt und wie das Ergebnis herauskommt.

Die erste Frage ist nicht, welche App. Sie lautet: wie kommt die Aufgabe zum Agenten, und wo sieht der Kunde das Ergebnis? Fünf Antworten, sortiert danach, wie viel Umgewöhnung sie dem Kunden abverlangen. Der Bauaufwand steht daneben, weil er in eine andere Richtung zeigt.

01

Gar keine Oberfläche

Umgewöhnung: keine · Bau: gering

Auslöser ist ein Ereignis: eine Mail trifft ein, eine Datei landet im Ordner, eine Uhrzeit ist erreicht. Das Ergebnis erscheint dort, wo der Kunde ohnehin hinsieht, als Entwurf im Postfach oder als Datei neben dem Original. Er merkt gar nicht, dass ein Agent läuft. Für nicht-technische Kunden meistens die beste Form. Bei mir: der Kurator läuft zweimal am Tag per Zeitplan.

02

Im Werkzeug, das er schon benutzt

Umgewöhnung: keine · Bau: mittel

E-Mail, Teams, WhatsApp, das eigene Warenwirtschaftssystem. Anfrage im gewohnten Kanal, Antwort im selben Kanal. Der Kanal begrenzt allerdings, was sich darstellen lässt. Bei mir: das Diktat ist ein Knopf im CRM, das es ohnehin gibt.

03

Eine schmale eigene Seite

Umgewöhnung: gering · Bau: mittel

Keine App, eine Seite: hochladen, Knopf, Ergebnisliste, freigeben. Der Standardfall, sobald der Kunde prüfen und abnehmen muss. Bei mir: die Prüfseite des Müllrechners.

04

Eingebettet in ein bestehendes System

Umgewöhnung: gering · Bau: hoch

Wenn du dem Kunden ohnehin ein System stellst, ist der Agent ein Knopf darin statt eines zweiten Logins. Wenig Umgewöhnung, aber der höchste Bauaufwand von allen fünf.

05

Chat

Umgewöhnung: hoch · Bau: gering

Die Form, für die sich fast alle zuerst entscheiden, und die am seltensten passt. Chat lohnt nur, wenn der Nutzer selbst noch nicht weiß, was er will, und sich herantasten muss. Für eine wiederkehrende Fachaufgabe ist ein Formular überlegen: schneller, vorhersagbar, und niemand muss erst formulieren lernen.

Faustregel: Je klarer die Aufgabe, desto weniger Chat.

Darunter liegt immer dieselbe Abfolge

Egal welche der fünf Formen: es sind drei Teile, die nacheinander kommen. Auslöser, Lauf, Rückgabe. Die Oberfläche ist nur eine mögliche Gestalt des ersten und des dritten Teils. Der mittlere ist der schwere, und er ist der, an dem die ersten Versionen scheitern.

NAIV Browser Agentenlauf direkt im Web-Request ABBRUCH NACH 30 SEKUNDEN Verbindung abgebrochen, Ergebnis weg 0 s TRAGFÄHIG Browser annehmen, Nummer sofort zurück Warteschlange Hintergrundlauf (Minuten) 0 s LAUF FEHLGESCHLAGEN FERTIG: MAIL ODER STATUSABFRAGE Vorgang 4711

Naiv

  1. 1Der Browser ruft den Agentenlauf direkt im Web-Request auf.
  2. 2Der Request wartet: die Sekunden laufen, es kommt keine Rückmeldung.
  3. 3Nach 30 Sekunden bricht die Verbindung ab, das Ergebnis ist weg.

Tragfähig

  1. 1Der Server nimmt den Auftrag an und gibt sofort eine Vorgangsnummer zurück.
  2. 2Der Auftrag wartet kurz in der Warteschlange.
  3. 3Der Hintergrundlauf arbeitet – auch über 30 Sekunden hinaus, bis zu Minuten.
  4. 4Schlägt der Lauf fehl, geht der Auftrag zurück in die Warteschlange und startet neu.
  5. 5Fertig meldet sich zurück: per Mail oder Statusabfrage im Browser.
Der Fehler, den fast jede erste Version macht: der Agent wird synchron im Web-Request aufgerufen. Ein Lauf dauert aber Sekunden bis Minuten. Was in der Warteschlange steht, lässt sich wiederholen, drosseln und nachverfolgen. Was im Request steckt, ist beim Timeout weg. Bei mir übernimmt die Schleuse diese Warteschlange für alle Projekte.

Was bei fremden Kunden dazukommt

Mandantentrennung

Eigener Datenraum, eigene Schlüssel, eigene Werkzeug-Berechtigungen pro Kunde. Ein Agent, der für zwei Kunden läuft, darf nie einen gemeinsamen Kontext sehen, und das muss baulich unmöglich sein, nicht nur richtig eingestellt.

Kostendeckel pro Kunde

Nicht nur pro Lauf. Sonst schießt ein einzelner Kunde in einer schlechten Woche das Budget für alle ab. Die kleinere von beiden Grenzen gilt.

Nachweis für den Kunden

Nicht nur für dich in der Fehlersuche. Der Kunde muss sehen können, warum das Ergebnis so aussieht. Das ist kein Betriebsdetail, sondern das stärkste Verkaufsargument, das du hast.

Freigabe als Produktmerkmal

Der Freigabeschritt ist nicht die Sicherheitsauflage, die den Komfort schmälert. Er ist das, was der Kunde als Kontrolle erlebt, und was den Unterschied macht zwischen „die KI macht das jetzt“ und „ich lasse vorbereiten und entscheide“.

Wo Modell und Dokumente liegen

Im deutschen Mittelstand kommt diese Frage im ersten Gespräch, nicht im letzten. Meine Antwort darauf steht unten, weil eine Seite, die die Frage nur stellt, sie nicht beantwortet hat.

Betrieb

Was passiert, wenn nachts um drei ein Lauf hängt? Wer merkt es, wer greift ein, und was sagst du dem Kunden am nächsten Morgen? Diese Frage gehört ins Angebot, nicht in die erste Störung.

Wo Modell und Dokumente liegen: meine Antwort

Die Antwort ist keine Richtlinie, sondern eine Einstellung, die hält, wenn niemand daran denkt. Jede Aufgabe, die bei mir durch die Schleuse geht, trägt eine Region, in der ihre Daten verarbeitet werden dürfen. Eine Aufgabe mit Personendaten trägt „EU“. Ein Anbieter außerhalb wird dann nie erreicht, egal wie die Rangfolge sortiert ist, und der übersprungene Weg steht mit Begründung im Protokoll. Ein Anbieter ohne bekannte Region gilt als unbekannt und ist draußen: Schweigen ist keine Erlaubnis.

Was das konkret heißt: Transkripte, Sitzungsnotizen und Musikmetadaten laufen über einen deutschen Anbieter oder über ein Modell auf eigener Maschine. Wo ein amerikanisches Spitzenmodell fachlich nötig ist, wird vorher anonymisiert, und die Zuordnung zurück zum Klarnamen lebt nur im Speicher des einen Aufrufs. Der Anonymisierer selbst ist ein Regelwerk auf eigener Hardware. Was er kann und was nicht, steht mit Zahlen auf seiner Seite. Und weil kein Anbieter für immer der zulässige bleibt, hängen meine Anwendungen an einer Aufgabe, nicht an einem Anbieter: der Wechsel ist eine Einstellung, kein Umbau. Belege dazu im Werkstattbericht.

Ein häufiges Missverständnis

ist die Schnittstelle zwischen Agent und Werkzeug, nicht die zwischen Mensch und Agent. Ein Werkzeug-Server macht eine Fähigkeit verfügbar, er ersetzt keine Oberfläche. Die gute Nachricht daran: die Werkzeugschicht und der Lauf sind über Kunden hinweg wiederverwendbar. Neu gebaut werden pro Kunde nur Auslöser und Rückgabe, und das sind die beiden dünnen Teile der Abfolge.

07

Der Durchstich

Der Agentenfall aus Abschnitt 04, einmal komplett: von der eingehenden Mail bis zur Freigabe. Sieben Stationen, davon genau eine mit einem Sprachmodell.

AB HIER NUR NACH FREIGABE Eingang Warteschlange Aufbereitung Agentenlauf Selbstprüfung Freigabe Übernahme höchstens 40 Schritte nichts ist vorausgewählt Ausschreibung.pdf Schritt 1 von 40
ohne Sprachmodell Sprachmodell Mensch
Sechs der sieben Stationen kommen ohne Sprachmodell aus. Das ist kein Sparzwang, sondern Absicht: was deterministisch laufen kann, läuft deterministisch, ist billiger und macht reproduzierbare Fehler.
  1. 01Die Mail kommt an, Anhänge werden gespeichert, ein Vorgang entsteht.
  2. 02Der Vorgang wird eingereiht, nicht sofort bearbeitet.
  3. 03PDFs werden zu durchsuchbarem Text, die Seitenzahlen bleiben erhalten.
  4. 04Das Modell sucht Positionen und notiert zu jeder ihre Fundstelle.
  5. 05Ein festes Regelwerk prüft das Ergebnis und listet Warnungen auf.
  6. 06Ein Mensch entscheidet: übernehmen, ändern, verwerfen.
  7. 07Erst jetzt entsteht der Entwurf. Versand bleibt beim Menschen.
01

Eingang

ohne Modell

Ein eigenes Postfach, etwa ausschreibung@beispiel.de. Angenommen wird nur, was von einem Absender der Freigabeliste kommt, alles andere landet in einem Ordner zur Sichtung. Die Anhänge werden gespeichert, ein Vorgang wird angelegt, der Absender bekommt sofort eine Eingangsbestätigung mit Vorgangsnummer.

Ein offen zugängliches Postfach ist die bequemste Eintrittstür für untergeschobene Anweisungen in einem Dokument.

02

Warteschlange

ohne Modell

Der Vorgang wird eingereiht, nicht sofort bearbeitet. Der Job kennt Mandant, Vorgangsnummer und Dateipfade, sonst nichts. Ein zweites Einreihen desselben Vorgangs liefert denselben Job zurück, statt doppelte Arbeit zu erzeugen.

Ein Lauf dauert Minuten und kann scheitern. Was in der Warteschlange steht, lässt sich wiederholen, drosseln und nachverfolgen.

03

Aufbereitung

ohne Modell

Aus den PDFs wird Text, die Seitenzahlen bleiben erhalten, Tabellen werden als Tabellen erkannt. Kein Sprachmodell beteiligt.

Alles, was ohne Modell geht, geht ohne Modell. Das ist billiger, schneller, und der Fehler ist beim nächsten Mal derselbe.

04

Agentenlauf

Sprachmodell

Auftrag: finde die Positionen, die angeboten werden sollen. Werkzeuge: eine Seite lesen, die Preisliste durchsuchen, eine Position in den eigenen Vorgang notieren. Grenzen: höchstens 40 Schritte, harter Token-Deckel, kein Werkzeug, das außerhalb des Vorgangs schreibt, und kein Zugang zu fremden Systemen. Jede notierte Position trägt ihre Fundstelle, also Dokument und Seite.

Ohne Fundstelle kann der Kalkulator das Ergebnis nicht prüfen. Dann fällt Bedingung 2 aus der Vorfrage, und der ganze Fall trägt nicht mehr.

05

Selbstprüfung

ohne Modell

Ein festes Regelwerk läuft über das Ergebnis: Positionen ohne Fundstelle, Preise ohne Treffer in der Preisliste, fehlende Pflichtangaben. Heraus kommt eine Liste von Warnungen. Nichts wird still korrigiert.

Ein Modell, das seine eigene Arbeit prüft, findet verlässlich zu wenig. Diese Prüfung muss von außen kommen.

06

Freigabe

Mensch

Eine Seite: oben die Warnungen, darunter die Positionen als Tabelle, jede Zeile mit einem Sprung auf die Fundstelle im Originaldokument. Drei Möglichkeiten je Zeile: übernehmen, ändern, verwerfen. Nichts ist vorausgewählt.

Vorauswahl macht aus dem Prüfen ein Durchwinken. Wer alles schon angehakt vorfindet, klickt weiter, statt hinzusehen.

07

Übernahme

ohne Modell

Erst nach der Freigabe entsteht der Angebotsentwurf. Der Versand bleibt beim Menschen, in seinem eigenen Mailprogramm.

Versenden ist nicht umkehrbar. Bedingung 3 aus der Vorfrage bleibt nur erfüllt, solange diese Grenze steht.

Quer über alle sieben Stationen: die Spur

Zu jedem Vorgang bleibt lesbar, welche Dateien hereinkamen, welche Schritte der Lauf gemacht hat, welche Werkzeuge er aufgerufen hat, welche Warnungen entstanden sind und was der Mensch daraus freigegeben hat. Dazu die Kosten des Laufs. Ohne diese Spur ist jede Rückfrage des Kunden nicht beantwortbar.

Die Messlatte in diesem Fall

Zwölf abgeschlossene Ausschreibungen aus dem Archiv, bei denen bekannt ist, welche Positionen am Ende im Angebot standen. Gemessen wird nicht, ob das Ergebnis gut wirkt, sondern zwei Zahlen: wie viele der damals angebotenen Positionen findet der Lauf, und wie viele erfindet er dazu. Jede Woche dieselben zwei Zahlen, und nach jeder Änderung genau einmal. Die Messlatte reicht, wenn der Kalkulator mit Warnliste und Fundstellen schneller fertig ist als vorher mit dem leeren Blatt.

Was ein Lauf kostet

„Centbeträge“ stand in der ersten Fassung dieser Seite. Das war geschätzt, nicht gerechnet. Die Rechnung für eine Ausschreibung mit hundert Seiten, bei einem amerikanischen Spitzenmodell zu Listenpreisen vom September 2026:

~60.000Token Text in hundert Seiten Ausschreibung
40Schritte höchstens, der Kontext wächst mit jedem
~1,2 Mio.Token insgesamt gelesen, weil der Kontext bei jedem Schritt erneut gelesen wird
~90 %davon aus dem Zwischenspeicher, zu einem Zehntel des Preises
1 bis 2 €je Lauf, Ausgabe eingerechnet. Gegen zwei bis vier Stunden Handarbeit.

Bedingung 4 hält damit deutlich, aber der Deckel ist kein Luxus: ohne Zwischenspeicher, etwa weil der Anfang des Kontexts bei jedem Schritt anders aussieht, verzehnfacht sich der Lesepreis. Und bei einem Anbieter aus der EU oder einem Modell auf eigener Hardware sieht die Rechnung anders aus, in beide Richtungen: billiger je Token, aber langsamer, und das Urteil ist messbar schwächer. Gemessen habe ich das an tausend Musiktiteln.

Was hier absichtlich fehlt

Kein Chat

Der Kalkulator formuliert nichts, er prüft. Ein Eingabefeld würde ihm Arbeit machen, die er vorher nicht hatte.

Keine Vektor-Datenbank

Eine Ausschreibung ist ein abgegrenztes Dokumentenpaket mit dreißig bis zweihundert Seiten. Das liest man, das durchsucht man nicht nach Ähnlichkeit.

Kein automatischer Versand

Der letzte Schritt bleibt beim Menschen, weil er als einziger nicht rückholbar ist.

Kein Zugang zu fremden Systemen

Der Agent liest, was ihm gegeben wird. Er meldet sich nirgends an und holt sich nichts selbst.

08

Verbreitete Irrtümer

„Erst bauen, dann testen.“ Dann ist Testen eine Meinung. Die Messlatte entsteht zuerst, und der erste Lauf gegen den alten Stand muss rot sein. Beleg.
„Ein Agent braucht eine Vektor-Datenbank.“ Meistens nicht. Er braucht guten Kontext, und der kommt oft aus Dateien und einer Suche. Beleg.
„Das bessere Modell löst es.“ In neun von zehn Fällen liegt es am Kontext oder am Zuschnitt der Werkzeuge. Und ein größeres Modell weiß mehr, hört aber nicht auf zu antworten, wenn es nichts zu wissen gibt. Beleg.
„Mehr Werkzeuge, mehr Können.“ Mehr Werkzeuge, mehr Verwechslung. Wenige, scharf beschrieben, schlagen viele.
„Es heißt Agent, also ist es einer.“ Der Name sagt nichts, die Schleife sagt alles. Meine Datei agent.php ist ein Workflow mit zwei Modellaufrufen, und das ist gut so. Beleg.
„Self-hosted, also bleibt alles im Haus.“ Nur, wenn es keinen stillen Rückfallpfad gibt. Ein Standardwert im Code kann die ganze Zusage aushebeln. Beleg.
09

Was ein neues Modell daran ändert

Am 1. September 2026 kam ein neues Spitzenmodell mit einer auffälligen Preisänderung. Anlass, einmal durchzugehen, was ein Release an dieser Seite bewegt. Wenig, und das ist die Pointe.

Die belegbare Zahl: ein Token, der aus dem Zwischenspeicher gelesen wird, kostet bei diesem Modell ein Viertel dessen, was ein Cache-Lesen vorher gekostet hat. Frischer Eingabetext kostet unverändert das Vierzigfache davon. Was daraus folgt:

Bewegt wird nur Bedingung 4

Nutzen pro Lauf gegen Kosten pro Lauf. Aufgaben, die vorher knapp nicht gerechnet haben, rechnen jetzt. Die Bedingungen 1 bis 3, unbekannter Weg, prüfbares Ergebnis, umkehrbare Fehler, sind vom Modell unberührt. Ein Release ändert nichts daran, ob eine Aufgabe ein Agent sein sollte.

Der Rabatt liegt auf dem Zwischenspeicher

Der greift nur, wenn der Anfang des Kontexts bei jedem Schritt gleich aussieht: Auftrag zuerst, Werkzeuge in fester Reihenfolge, das Datum nicht in die erste Zeile. Kontext-Disziplin aus Bauteil 02 ist damit keine Stilfrage mehr, sondern eine Rechnung mit Faktor zehn.

Bessere Benchmarkwerte ersetzen die eigene Messlatte nicht

Die richtige Reaktion auf einen Release ist, die eigenen zehn Fälle noch einmal laufen zu lassen. Sonst weiß man nur, dass das Modell auf fremden Aufgaben besser ist. Bei mir gilt dazu: Modellkennungen werden fest gepinnt, kein „latest“. Ein Wechsel ist eine bewusste Änderung, die sich messen lässt, und keine, die über Nacht passiert.

Billigere Läufe bedeuten mehr Läufe

Abschnitt 05 wird dadurch wichtiger, nicht unwichtiger. Der Kostendeckel je Projekt und je Kunde ist die einzige Grenze, die mit dem Preis nicht mitwandert.

 

Wer das schreibt, und was du damit tun kannst

Ich bin Jörg Zeitler, Diagnostiker für Betriebe in und um Dresden. Meine Arbeit ist meistens Sehen, nicht Bauen: wo ein Betrieb Zeit verliert, und was davon sich mit Regeln, mit Software oder mit einem Modell abstellen lässt. Diese Seite ist entstanden, weil die Frage „brauchen wir einen Agenten“ in fast jedem Gespräch fällt und die Antwort fast immer „noch nicht“ lautet.

Was hier steht, ist keine Werbung, sondern das, wonach ich selbst arbeite. Die Belege sind meine eigenen Werkzeuge, weil Kundendaten den Kunden gehören. Die Zahlen sind gemessen, und wo eine Zahl geschätzt war, steht es dabei.

Wenn du einen konkreten Fall hast: bring ihn mit. Wir gehen die sechs Fragen von oben gemeinsam durch, das dauert eine halbe Stunde, und am Ende steht einer von sieben Befunden. Erreichbar über z-komm.de. Der Werkstattbericht „Wie ich arbeite“ zeigt die fünf Regeln, an die ich mich dabei halte.