Werkstattbericht · 19. August 2026

Hetzners kostenlose KI im Praxistest: Das Gratis-Modell urteilt wie die Spitze

Ein Tag Messungen mit Hetzner „AI Experiments" (Qwen 3.6, offene Gewichte, EU) gegen drei bezahlte Claude-Modelle. Aufgabe: 800 Musiktitel nach Stimmung bewerten, für einen Playlist-Generator im eigenen Haus.
Grafik: Abweichung vom Spitzenmodell (Opus 7,9 / Qwen 14,4 / Haiku 18,1) und Sekunden je Lied (Claude 1,6 bis 2,6 / Qwen 6 bis 12 mit Abend-Timeouts)

Der Aufbau

48 Titel, identischer Prompt für alle vier Modelle: Jedes Lied bekommt Werte von 0 bis 100 für Energie, Wärme, Tanzbarkeit, Fröhlichkeit, Eleganz und Feierlichkeit, dazu Sprache und Jahrzehnt. Qwen 3.6 lief auf Hetzners kostenloser Experiments-Plattform (EU-Region), die drei Claude-Modelle (Fable, Opus, Haiku) über die bezahlte Anthropic-API.

Wichtig für die Einordnung: Bei Geschmacksfragen gibt es keine objektive Referenz. Die Abweichung misst, wie einig sich die Modelle sind, nicht, wer recht hat. Deshalb ist der Abstand der beiden Spitzenmodelle untereinander der Maßstab.

Ergebnis 1: Die Urteile

Modellpaarmittlere Abweichung (0–100)Sprache erkannt gleich
Claude Fable – Claude Opus (Spitze unter sich)7,948/48
Claude Opus – Qwen 3.6 (gratis)13,847/48
Claude Opus – Claude Haiku (bezahlt, klein)13,945/48
Claude Fable – Qwen 3.614,447/48
Claude Fable – Claude Haiku18,145/48
Claude Haiku – Qwen 3.619,044/48

Das kostenlose Open-Weights-Modell liegt näher am Konsens der Frontier-Klasse als deren eigenes Sparmodell. Der Abstand zur Spitze (14 gegen 8) ist Einigkeitsrauschen, kein Klassenunterschied.

Ergebnis 2: Der Betrieb

Was hängen bleibt

Eigener Test vom 19.08.2026. Qwen3.6-35B-A3B-FP8 auf Hetzner AI Experiments (inference.hetzner.com, kostenfreie Testphase) gegen Claude Fable 5, Opus und Haiku 4.5 (Anthropic-API). 48 zufällig gezogene Titel aus einer privaten Musiksammlung, identischer Prompt. Diese Seite ist ein Werkstattbericht ohne Gewähr; Rückfragen gern über LinkedIn. Jörg Zeitler · z-komm.de